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Wir machen uns die Hände dreckig!

    Bei sonnigem Wetter im Garten oder auf dem Balkon werkeln, frisches Gemüse ernten oder den Duft der Blumen genießen – auch das kann Klimaschutz sein. Wir erklären euch wie und warum!

    Worum geht es?

    Gemüse im heimischen Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank anzubauen hat vielerlei Effekte. Neben der Nahrung, die dadurch produziert wird, erlangst du ein viel tieferes Verständnis dafür, welcher Arbeitseinsatz und welche Ressourcen in einer Gurke aus dem Supermarkt oder einer Schnittblume aus der Gärtnerei stecken. Selbst produziertes Gemüse ist außerdem garantiert unverpackt, hat kurze Transportwege und eine phänomenal gute Klimabilanz!

    Beispiel: Ein Kilo spanische Tomaten aus dem Freiland erzeugen ca. 0,6 kg CO2-Äquivalente. Aus einem beheizten Gewächshaus ist man schon bei über 9 kg CO2-Äquivalente pro Kilo Tomaten.1

    Was bringt es?

    Ein Kilo selbst angebautes Gemüse spart durchschnittlich 2 kg CO2-Äquivalente. Baut man also 20 kg Gemüse selbst an, hat man eine Ersparnis von 40 kg CO2-Äquivalente.2,3

    Würden das 10 % der Deutschen für ein Jahr machen, ergäbe das eine Einsparung von 0,3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten oder entspräche der Jahresemission von 29.700 Personen.

    Infos und Tipps

    • Platz ist in der kleinsten Hütte. Auch ohne Garten lässt sich Gemüse anbauen! Für die Fensterbank und den Balkon prima geeignet sind z. B. Bohnen, Erbsen oder Tomaten.
    • Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten und Co. werden im Frühjahr aus Samen vorgezogen und dann im Mai rausgesetzt. Falls du nichts vorgezogen hast, kannst du einfach Jungpflanzen in der Gärtnerei besorgen.
    • Du hast viel Platz und möchtest so richtig loslegen? Dann auf zur Bibliothek und Lesefutter besorgen, zum Beispiel „kraut&rüben – Das Jahreszeiten-Gartenbuch“.
    • Mehr der Blumentyp? Auch der Anbau von Blühpflanzen ist super für die Natur. Insekten und Vögel sind auf den Nektar und die Samen angewiesen. Achte am besten auf heimische Sorten, um Insekten und Vögeln die optimalen Bedingungen zu bieten.

    Du willst noch mehr bewegen?

    • Rege einen Schul- oder Kita-Garten an. Besonders die Kleinen profitieren vom Anbau des eigenen Gemüses.
    • Frage in deiner Stadt an, ob du Pate für einen Grünstreifen werden kannst. Und dann baue dort Gemüse an! Am besten schließt du dich mit ein paar netten Nachbarinnen oder Nachbarn zusammen.

    Quellen

    1 https://www.umweltdialog.de/de/verbraucher/lebensmittel/2015/Klimakiller-Tomaten-.php
    2 https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/garten-als-klimahelfer/
    3 https://www.news.ucsb.edu/2016/017071/how-does-your-garden-grow